Mit
der wachsenden Abhängigkeit von Autos, einer alternden Bevölkerung und
der Forderung nach neuen und flexiblen Lebensstilen müssen Städte nach
neuen Verkehrslösungen suchen, um die Menschen schnell und einfach zu
bewegen. Darüber
hinaus schaffen neue Technologien hohe Erwartungen an intelligente
Mobilitätsoptionen wie Echtzeit-Verkehrsinformationen für Reisende,
Fahrer, Flottenbetreiber und Netzwerkmanager. Neue
Technologien bieten auch Möglichkeiten für die Integration von Daten
für die Reiseplanung und das elektronische Ticketing sowie Chipkarten,
um die Interoperabilität zwischen öffentlichen Verkehrsmitteln zu
erleichtern.
Die
Herausforderungen der globalen Erwärmung, der knappen Energiequellen
und der steigenden Energiepreise stehen ganz oben auf der Agenda der
europäischen, nationalen und lokalen Politik. In
diesem Zusammenhang sind grüne Lösungen erforderlich, um die
Umweltauswirkungen des Verkehrs in städtischen Gebieten zu reduzieren. Ein
wichtiges Anliegen ist es, Mittel und Wege zu finden, um die
Verkehrsemissionen nachhaltig zu reduzieren, da der Stadtverkehr für 40%
der CO-Emissionen und 70% der sonstigen Emissionen des Straßenverkehrs
in der EU verantwortlich ist (EC, 2007a).
Das Subsidiaritätsprinzip beschränkt die EU bei der Entwicklung von Richtlinien zur Umsetzung auf nationaler und lokaler Ebene. Bedenken
hinsichtlich der Bedeutung der städtischen Dimension bei der Erreichung
verkehrspolitischer Ziele haben die EU jedoch veranlasst, eine
Strategie für den städtischen Verkehr zu entwickeln, die mit dem
Subsidiaritätsprinzip vereinbar ist.Dies
zeigt sich auch an der Bedeutung, die dem Stadtverkehr in der Forschung
eingeräumt wird, die im Rahmen der wichtigsten EU-Rahmenprogramme
finanziert wird. Der erste Schritt zu einer Strategie für den Stadtverkehr war1995 mit dem Grünbuchbürgernetzwerk hergestellt und 1998 mit dem
Mitteilung über die Entwicklung des Bürgernetzes. Um
den nachhaltigen Verkehr zu fördern und den Mobilitätsbedarf zu decken,
wurden Initiativen zum Informationsaustausch, zum Benchmarking und zum
gezielten Einsatz von Struktur- und Forschungsfonds ergriffen.In
jüngerer Zeit wurde ein umfassender politischer Rahmen für den
Stadtverkehr in dem Grünbuch "Hin zu einer neuen Kultur der Mobilität in
der Stadt" vorgestellt, das in veröffentlicht wurdeDas
Jahr 2007 wurde durch gezielte Maßnahmen im Aktionsplan für städtische
Mobilität von 2009 ergänzt. Die Aufnahme eines speziellen Abschnitts
über den städtischen Verkehr und das Pendeln in den Weißbuchfahrplan
2011 zu einem einheitlichen europäischen Verkehrsraum unterstreicht die
Priorität, die der städtischen Mobilität in der EU beigemessen wird Verkehrspolitik.
Gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen
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