Die
steigende Nachfrage nach Personen- und Güterverkehr in städtischen
Gebieten ist für Regierungen und Verkehrsbehörden in allen
EU-Mitgliedstaaten eine Herausforderung. Staus in Städten tragen zur Luftverschmutzung und zu Verkehrsunfällen bei und behindern die Zugänglichkeit. Neben
den nachteiligen Auswirkungen auf die städtische Umwelt selbst
beeinträchtigt die Überlastung die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit,
den sozialen Zusammenhalt und das nachhaltige Wachstum in Europa. Mobilitätsprobleme
in europäischen Städten und Gemeinden haben ein solches Ausmaß
erreicht, dass die EU jetzt ein völliges Umdenken in Bezug auf die
Mobilität in der Stadt fordert.Derzeit
leben und arbeiten 74% der europäischen Bevölkerung in Städten und
Gemeinden, und bis 2050 werden 82% der Bevölkerung des Kontinents in
städtischen Gebieten konzentriert sein (UN World Urbanization Prospects,
2011). Städtische
Konzentrationen geben Impulse für die wirtschaftliche und soziale
Entwicklung, und Städte und Gemeinden sind wichtige Triebkräfte der
Wirtschaft und tragen bis zu 85% zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der EU
bei. Ein
effizienter Stadtverkehr ist für die Wettbewerbsfähigkeit der
europäischen Städte als Handels- und Wirtschaftszentrum in ihrer
Volkswirtschaft und für die EU im globalen Kontext unerlässlich. Städte sind im Fernverkehr von zentraler Bedeutung und stellen die „letzte Meile“ bei vielen Verkehrsdiensten dar.
StauDie
Expansion der Städte und die hohe Abhängigkeit von PKW und LKW haben zu
Staus in Städten und Städten in ganz Europa geführt. Die
Überlastung und die damit einhergehenden Probleme der
Straßenverkehrssicherheit und Umweltverschmutzung stellen die
Planungsherausforderungen vor große Herausforderungen. Die
Priorität besteht darin, städtische Verkehrssysteme zu schaffen, die
den individuellen Mobilitätsbedürfnissen und dem wirtschaftlichen und
sozialen Bedarf nach schnellem und effizientem Verkehr von Gütern und
Personen sicher und kostengünstig entsprechen. Ein
integrierter Bestandteil effizienter städtischer Mobilität ist die
Minimierung der Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit, insbesondere in
dicht besiedelten Gebieten.
Mobilitätskultur verändernUm
den Kreislauf zunehmender städtischer Staus und die damit
einhergehenden Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt zu
durchbrechen, müssen sowohl die Entscheidungsträger als auch die
Verkehrsteilnehmer die Denkweise ändern. Für
eine integrierte und nachhaltige Verkehrsplanung ist eine neue Kultur
der städtischen Mobilität erforderlich, und die Benutzer müssen ihre
Einstellungen und ihr Verhalten in Bezug auf Mobilität anpassen. Wirksame Verkehrsplanung erfordert mehr als nur den Bau und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. Sie
erfordert eine Strategie, die auf den Grundsätzen der nachhaltigen
Entwicklung basiert und alle Verkehrsträger im lokalen Netzwerk optimal
nutzt. Ein
integrierter Ansatz für die Mobilität in der Stadt erfordert eine
globale Vision der städtischen Verkehrspolitik und -planung, die durch
geeignete Entscheidungsinstrumente und -methoden unterstützt wird.Verkehrsnutzer
müssen bei Mobilitätsstrategien eine zentrale Rolle spielen, da
individuelle Entscheidungen die Nachhaltigkeit und Effizienz der
städtischen Verkehrssysteme beeinflussen. Zu
oft werden die Anforderungen der Benutzer an einen zuverlässigen,
sicheren und einfachen Zugang durch das Privatfahrzeug erfüllt, was
weiter zu Verstopfung und Verschmutzung in der Stadt beiträgt. Die
Herausforderung besteht darin, geeignete Strategien zu finden, die
effektive Alternativen für das Auto bieten und Fahrer, Passagiere und
Fußgänger zu einer verantwortungsbewussteren Mobilität verleiten.
Herausforderungen in der städtischen Mobilität
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